Malta – Europa’s neuer Blockchain Hub
May2018

Malta – Europa’s neuer Blockchain Hub

14 May 2018
Drei neue Gesetze im Sommer 2018 – hohes Potential für Fintech, ICOs, Crypto-Trading und auch iGaming

Es vergeht derzeit kaum eine Woche, ohne daß größere Player in der Crypto- und Fintech-Szene ankündigen, ihr Business von und über Malta auszudehnen. Dazu gehören etwa Binance, die welt-größte Crypto-Tauschplattform, Okex, eine weitere große Tauschbörse für digitale Assets sowie die DQR Gruppe, ein Konglomerat von Firmen rund um Mining und Bitcoin Consulting, sowie Neufund, eine Berlin-basierte Fundraising Plattform, und Poseidon, eine Non-Profit Organisation, die die Blockchain-Technologie nutzt.

Bis Ende Juli 2018 sollen 3 neue „bills“ verabschiedet werden.

Woher kommt dieser Hype? Nun, Malta schickt sich an, dieses Jahr noch vor der Sommerpause, also voraussichtlich bis Ende Juli 2018, 3 Gesetze („Bills“) im Parlament zu verabschieden, die die Grundlagen schaffen für

  • 1. eine neue Malta Digitale Innovations Behörde (Malta Digital Innovation Authority Bill)
  • 2. die Registrierung von Technology Dienstleistern (Technology Service Providers) und die Zertifizierung von DLT Plattformen (Distributed Ledger Technology) sowie von sog. „Smart Contracts“ (Technology Arrangements and Services Bill)
  • 3. die Regulierung von Anbietern, die virtuelle Finanzinstrumente und Assets anbieten und handeln, also etwa von Virtual Currency (VC) Brokern, Tauschbörsen, elektronischen „Wallets“ sowie von VC Investment Beratern und sog. „Market Makers“ (Virtual Financial Assets Bill)

Dabei werden auch Regeln und ein Verfahren entwickelt, anhand dessen die Malta Finanzaufsichtsbehörde MFSA (Malta Financial Services Authority) Initial Coin Offerings (ICOs) prüft und genehmigt.

Blockchain und Fintech – neuer Schwerpunkt für die nächsten Jahre

Die Maltesische Regierung will mit dieser Initiative sicherstellen, daß die Inselrepublik eine führende Drehscheibe wird im Bereich der Blockchain- und Crypto-Wirtschaft. In rund 10 Jahren sollen etwa 10 Prozent des Maltesischen Brutto-Inlandprodukts auf Wirtschaftsbereiche wie DLT und Blockchain entfallen. Dabei ist klar, daß Blockchain nicht nur die Finanzwirtschaft (Fintech) revolutionieren, sondern auch die iGaming Industrie beinflussen und technologisch befruchten wird. Die Blockchain Technologien werden Einzug halten in das Online Gaming Geschäft, bei dem Malta ebenfalls eine wichtige Rolle spielt.

Malta will damit die erste Jurisdiktion sein, die die notwendigen regulatorischen Rahmenbedingungen schafft, damit die neuen Technologien in einem rechtssicheren Rahmen umgesetzt werden können. Dies ist ein anspruchsvolles Vorhaben, das unter anderem den Rechtsrahmen für digitale Verträge („smart contracts“) schaffen, Fragen der Rechtspersönlichkeit regeln und eine Reihe von Genehmigungsverfahren klären muß.

Wir bei Kresse International sind gut vernetzt mit führenden Akteuren in diesem Prozeß – von den Maltesischen Kollegen, die die Gesetze schreiben, bis hin zu den relevanten Regierungsstellen. Wir können unsere Mandanten daher proaktiv unterstützen und beraten bei der Bewertung und Umsetzung von Blockchain-Projekten. Wenden Sie sich hierfür bei Interesse bitte direkt an unseren Managing Partner Dr. Hermann Kresse, kresse@kresse-law.com.